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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

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Unser Jahr 2020

 

Anfang März war das Fliegerlager auf Hochglanz geputzt. Alle Flieger waren fertig poliert in ihren Hängern. Die Jugendgruppe hatte die Jugendräume renoviert und jetzt warteten sie auf den Beginn der Saison. Im Februar, war schon in der Jahreshauptversammlung gesagt worden, dass das Jahr 2019 ein sehr aktives Jahr war. Und in diesem Jahr wollten wir uns nochmal steigern. Wir hatten viel vor und freuten uns, denn es war nicht mehr lang bis zum Aufrüsten. Am ersten Märzwochenende hatte Stephan wieder zum Auffrischungsseminar für Fluglehrer auf dem Dörnberg eingeladen. An diesem Wochenende war reger Betrieb im Fliegerlager, der Tagungsraum war voll und es gab sehr gute Beiträge über luftrechtliche Themen, Unfallgefahren und neues über Ausbildung und Lizenzen. Auch Andrea und Sylvia hatten alle Hände voll zu tun, sie haben für die Gäste gekocht und die Getränke gereicht. Aus dem fernen Osten kam die Nachricht, dass sich viele Menschen mit einem gefährlichen Virus infiziert haben. Coronavirus SARS-CoV-2 und dieser Virus breitete sich auch in Europa und der ganzen Welt aus. Er machte unseren Saisonbeginn erstmal zunichte. Unser Land stand still und das über Wochen. Es gab kein Aufrüsten und keinen Osterlehrgang. Gut war nur das Wetter, es zeigte sich von seiner besten Seite und jeder Tag wäre im März und April fliegbar gewesen. Anfang Mai kam die Nachricht vom Regierungspräsidium, dass wir wieder starten konnten, aber die gesetzlichen Bestimmungen erforderten es, dass wir Masken tragen und die Flugzeuge nach jedem Flug desinfizieren mussten. Ein Jahr hindurch sind wir mit Abstand, Hygiene und Mundschutz unterwegs gewesen, ob im Flieger, im Lager und überall. Zum ersten Mal hatten wir am Tower einen Seifen- und Desinfektionsspender bekommen. Die Saison begann das erste mal in der Vereinsgeschichte im Mai und alle Feiertage in diesem Monat waren unsere, wir konnten wieder fliegen und haben jeden Tag genutzt. Der Sommerlehrgang war gut besucht. Stefan hatte den Sommerlehrgang geleitet und wurde aber auch von Michael, Florian unterstützt. Trotz alledem hieß es für die Fluglehrer, immer schneller Wechsel, von einer ASK 21 in die nächste. Es waren elf Flugschüler, die mit Fluglehrer zu dieser Zeit noch fliegen mussten. Wir hatten viele heiße Tage und der Mundschutz musste aufbleiben. Trotz der schwierigen Umstände standen jeden Morgen Flugschüler und viele Piloten um neun vor dem Fliegerlager und freuten sich auf den neuen Flugtag. Der Fortschritt von unseren Flugschülern war ordentlich und die Sommertage waren auch super schöne Flugtage gewesen. Die labile Luft bescherte uns Top Thermik. Wolfgang Schwarz schrieb vom Wettbewerb Wetzlarer Woche, es war eines der besten Tage, die er je in Deutschland geflogen hatte. Unser Glück neben der Pandemie. Ein ganz großes Dankeschön an die Fluglehrer, die in diesem Jahr mit der Disziplin es durchgezogen haben, mit Maske und ständiger Bereitschaft, um unsere Flugschüler zu ihren Freiflügen und zu ihren Lizenzen zu bringen. Im Sommer wurde auch auf vielfachen Wunsch unserer Leistungspiloten der Arcus bestellt. Es war auch die Erkenntnis, dass durch die zahlreichen neuen jungen Piloten wir mehr Sitzplätze brauchen. Nach dem Sommerlehrgang hatten die Flugschüler noch nicht genug gehabt und sind noch einmal zum täglichen Flugbetrieb mit Felix nach Hessisch-Lichtenau gefahren um dort noch ein paar Flugtage zu genießen. Der Herbst kam und die Tage wurden schlechter. An diesen Tagen zeigte sich die Kreativität der jungen Flugschülerinnen Lilly und Lilli. Unsere Leppos bekamen ein neues Outfit, mit Follow me und mit farbigen Flächen wurden sie aufgemöbelt. Auch im Fliegerlager wurde viel gearbeitet. Die Fassade wurde gestrichen, der Keller wurde aufgeräumt und teilweise renoviert. Auch rüsteten wir im Oktober rechtzeitig ab. Das Wetter wurde schlechter und es folgte auch der zweite Lockdown. In den letzten grauen und trüben Herbsttagen kümmerten sich Felix und Stefan um einen neuen Schlepper, der jetzt im Lager auf seinen ersten Einsatz wartet. Obwohl die Umstände in diesem Jahr schwierig waren, sind wir viel geflogen. Das haben wir erreicht mit der Unterstützung und dem Engagement vieler Vereinsmitglieder, die an den Flugtagen immer präsent waren und den Flugbetrieb, ob in der Winde oder am Start, gefördert haben. Auch dass sich jemand um die Leppos kümmert, Flugzeuge wegbringt, ein großes Dankeschön dafür. Auch ein Dankeschön an unsere Flugschüler*innen die überall mitgeholfen hatten, ob beim Fassadenanstrich, beim renovieren der Jugendräume oder beim Instandsetzen und beim Hausputz. Ein Dankschön auch an Sylvia, die regelmäßig unser Essen zubereitet hat, am Mittag und am Abend. Viele haben ihren Beitrag gegeben, damit wir immer eine schöne Zeit auf dem Berg haben und die Welt im Lager in Ordnung bleibt. Auch gibt es Vereinsmitglieder, sie organisieren für uns viel, was wir gar nicht so mitbekommen. Ob in der Werkstatt, oder andere organisatorische Dinge in die Wege leiten. Vielen Dank an alle die uns in dieser Form und Funktion, ob klein oder groß unterstützen. Das Jahr geht zu Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Auch wenn es nicht das Weihnachten ist, welches wir kennen, so wünschen wir euch allen und euren Familien ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Wir wünschen euch auch, dass ihr und eure Familien gesund bleibt und ihr gut in das neue Jahr kommt. Hoffen wir darauf, dass es im nächsten Jahr wieder so wird, wie wir es kennen, frei und ohne Maskenpflicht. Wir freuen uns auf euch alle und auf eine neue Saison 2021.