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Fliegen & Fliegen lernen

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Herbstlehrgang: Mit Wind und Welle

Text von Eric Stevens

Bilder von Christiane Müller und Erik Stevens

Nach einem (recht) erfolgreichen Wochenende, am Anfang der Herbstferien, begannen die Vorbereitungen, wie für jeden Lehrgang, mit dem genauen studieren des Wetterberichts. Allgemein sah es für diese Jahreszeit nicht schlecht aus, was für eine aufmunternde Hoffnung sorgte.

Der erste Montagmorgen hatte zwar den Dörnberg im Nebel gelassen, was einem Teil der Fliegergemeinschaft die Laune wegnahm, dennoch hatte unser Fluglehrer Florian, die Hoffnung nicht verloren. Und siehe da, die Wolken gingen hoch! Wir konnten Fliegen. Zwar war ein großer Teil der Tage so vernebelt das wir nicht fliegen konnten, aber wen die Wolken hoch genug stiegen, waren alle mit vollem Eifer dabei um einen Wunderbaren Flugbetrieb in Gang zu bringen und hoch zu Schleppen.

Sehr dankbar waren wir nicht nur über unsere tollen Fluglehrer Florian, Michael und Jürgen, die in ihren eigenen Urlaub, ihre freie Zeit uns gaben, um uns im Segelfliegen weiter zu schulen, sondern auch Wolfgang der bereit war, jeden Tag unsere beiden Windenschüler Torge und Erik, mit auf die Winde mit zu nehmen, um sie in der Windenausbildung weiter zu schulen.

Die vom Sommer heiß begehrte Thermik, war wie üblich in den Herbstlehrgängen kaum vorhanden. Dafür war oft der Hang am Hohen Dörnberg gut tragend, und hat uns Flugzeiten von 30min bis 3Stunden erreichen lassen. Und dann, kam die Welle. Die Scheininhaber ließen sich bis auf 500m über dem Dörnberg hochtragen. Einer unser jüngsten Flugschüler Justus war gerade dabei, allein in der Echo 5 am Hang zu fliegen als es plötzlich "...einfach immer weiter hoch ging!“, sagte er uns später, als er nach einer 62 Minuten Flugzeit, gelandet war. Dies war seine 2 Welle ... in nur 7 Tagen. Daher haben wir ihn mit seinem exzellenten fliegerischen Können für das "einfach so in der Welle gekommen," den Spitznamen: "Wellenwolf" gegeben.

Schön war es auch an manchen Tagen eine große Menge von Wanderern und Fußgänger zu sehen, da im Herbstlehrgang meistens nur Kühe herumgelaufen sind. Ach ja! Und dann, nach dem der letzte Flieger gelandet war, die Flieger geputzt und eingeräumt waren, fuhren wir im ruhigen Schritttempo die Fahrzeuge mit Anhänger in die Garagen.

Wir schlossen die Tore ab und trugen unsere Flugzeiten in die Flug- und Bordbücher ein. Nachdem die Sonne in leuchtenden Farben hinter dem Horizont verschwunden war, holten wir uns ein Bier und setzten uns mit einem herzhaften Abendessen, von unserer Köchin Sylvia ans Lagerfeuer und singen unsere Segelflieger Lieder