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Flugsportvereinigung Kassel-Zierenberg e.V.

Fliegen & Fliegen lernen

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Sicher Prüfen

Auf dem Weg zum Start
Am Start
Freuen sich über bestandene A-Prüfung
Marius
Ein Haushalt darf ohne Maske...
...sonst mit Maske
Er will mitfliegen
 

Im Spätsommer ist es oftmals kühl und der Wind beißt im Gesicht. Stephan stand vor der Eingangstür und machte das Briefing. Stephan ist Ausbildungsleiter und sorgt für den Fortschritt jedes einzelnen Flugschülers. Die neuen A-Schülerinnen sind schon eine Weile in der praktischen Ausbildung. Trotzdem kam am Samstag es etwas überraschend für Lilly und Lilli, dass sie die theoretische A-Prüfung machen sollten. Sie mussten nicht, Stephan machte ihnen den Vorschlag, dass sie in ihrer Praktischen Ausbildung sich nicht blockieren und den ersten Ausbildungsabschnitt in diesem Jahr noch abschließen können. In den Mittagsstunden wurde es wärmer und auch Horst, Raphael, Bodo und Uwe hatten gute Thermikbereiche erwischt und lange Flüge gehabt. In einer nicht schulfreien Zeit muss man zusehen, dass man beide Wochenendtage nutzt und auf den Dörnberg kommt. Unter anderem standen für Stephan und den fortgeschrittenen Flugschülern Übungsflüge an. Eva musste Seitengleitflug mit Stephan üben und Lilli hatte noch eine Seilrissübung vor sich. Die neuen Flugschüler mussten mit Stephan Starten und Landen üben. Auch einen neuen Schnuppergast hatten wir. Er fand den Flug mit Harald super schön. Marius hatte vorläufig sein letztes Wochenende am Dörnberg, aber er hat ja auch schon seit einem Jahr seine Lizenz. Er beginnt eine Ausbildung im Flugzeugbau und musste am Sonntag Richtung Süden. Marius hatte sich den Duo Discus xLT mit rausgenommen und ist ein paarmal mit dem großen Flieger gestartet. Die Ferien sind nicht mehr weit weg, schon zum Ende dieses Monats beginnen sie. Vierzehn Flugtage am Stück hat man zum Jahresabschluss, wenn der Herbst uns gutes Wetter schenkt. Das Jahr ging schnell vorbei. Da wir in diesem Jahr spät begonnen hatten, kommt das Abrüsten gefühlt noch schneller als sonst, schon im übernächsten Monat und das ist schon sehr nah. Aber wir haben ja noch ein paar Tage vor uns und wir werden sie reichlich nutzen, bevor die Flieger in die Hänger kommen. Zum Abend hatte Stephan die A-Prüfung kontrolliert und beide Flugschülerinnen hatten bestanden. Das war ein erfolgreicher Wochenendabschluss.

Ab in die Freiheit

 

Am vierten Augustwochenende, an einem Samstag, war Samuel mit seinem Auto auf dem Weg zum Dörnberg. Es war der Abschlusstag seiner Ausbildung und an diesem Samstag war sein praktischer Prüfungstag, die Luftfahrscheinprüfung. Samuel bog in das Fliegerlager ein und stieg aus dem Auto. Er war nicht aufgeregt, er konnte alles, aber es war schon ein anderes Gefühl an diesem Morgen. Er ging auf die große Gruppe vor dem Haupthaus zu. Wolfgang und Stefan waren Fluglehrer. Vor den beiden saßen eine große Gruppe von Flugschülern und Piloten. Vor Beginn des Briefings, machte Wolfgang eine lange Liste für die Einteilungen des Tages, seiner Schulungseinteilung und der Positionen am Start und Winde. Zur aktuellen Wetterlage erklärte Stefan den Stand, was der Wetterdienst für Segelflug aktuell herausgegeben hatte. Die Windrichtung könnte sich im Laufe des Tages noch ändern, da sollten wir drauf achten. Wir packten unsere Taschen und Getränke in den Tower, die Lepos waren getankt und wir räumten aus. Die Fahrzeuge starteten, die Hänger waren an den Fahrzeugen und auch die Flugzeuge wurden mit den Lepos einmal über das Gelände gezogen. Samuel unterstützte an diesem Morgen den Flugbetrieb, in dem er erstmal Winde fuhr. Wolfgang hatte den ersten Flugschüler im Flugzeug und startete. Das Wetter wurde immer besser. Nach ein paar Starts riss der Himmel auf und die Segelflieger kletterten immer höher in den Raum der Freiheit. Gegen Mittag wurde Samuel vom Flugleiter angerufen, dass er zu Start kommen sollte. Er packte seinen Rucksack ein und wurde vom Marius abgelöst. Am Start angekommen, setzten sich Prüfer und kurz-vor-Scheininhaber vor den Tower und gingen erstmal das Flugbuch durch. Anschließend ging es zur ASK 21 und auch dort wurde das Wissen der vergangenen Schulungsjahre abgefragt. Drei Starts machte Samuel und insgesamt waren es vier Stunden Prüfung. Samuel hatte es geschafft, er ist jetzt frei und kann zukünftig überall fleigen. Glücklich über diesen Moment genoss er es sehr, dass ihm alle herzlich gratulierten. In der Schulung der Flugschüler sollte es auch weiter vorangehen. Inzwischen war der Himmel so weit aufgerissen, dass es Zeit wurde sich zum Überlandflug auf den Weg zu machen und für die Flugschüler, die noch im Übungsraum bleiben müssen, waren hohe und lange Übungsflüge möglich. Der Tag schritt voran und am Nachmittag drehte sich der Wind. Wir warteten ab, aber es blieb so und mit Wind im Rücken, ging kein Start mehr. Wir bauten um und auf Nord West alles wieder auf. Kaum standen unsere Flieger am Start, wurden die ersten Schüler schon wieder in die Luft gezogen. Andreas, Student aus Darmstadt nutzte die Gunst der Stunde und angelte sich die ASW 28. Er flog lange am Südhang, die Sonne neigte sich langsam dem Horizont zu und war dann auch der letzte der an diesem Tag landete. Der Himmel färbte sich rot und wir packten ein und gingen in das Fliegerlager. Dort hatten Silvia und Michael den Grill angezündet. Wir saßen draußen und genossen unter dem tief rotem Himmel der untergehenden Sonne die gemütlichen Abendstunden.