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Fliegen & Fliegen lernen

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Das Frühjahr und der Himmel geben uns von allem etwas

Dass es Frühjahr ist und wir eine endlich beginnende Flugsaison haben, die lange auf sich warten musste, hält Tiefdrucksysteme über der niederländischen Küste nicht zurück und schickt uns an seiner Südostflanke labil geschichtete kühle Meeresluft heran. Durch einen überlagerten Höhentrog kommt auch nach dem Durchzug des Tiefs, die Konvektion nicht vollständig zum Erliegen.

Es bildete sich zwar CU-Thermik, aber durch wiederkehrende Abschirmungen, war die Thermik nicht lange nutzbar. Außer am letzten Pfingstsonntag, der zeigte, dass ein Mai auch sonnig sein kann.

Morgens zum Briefing vor dem Haupthaus, hatten wir gerade mal so 7° C und über den Tag hinweg waren es nicht mehr als 14° C.

An dem gesamten verlängerten Pfingstwochenende, war das Wetter nicht so schlecht, dass man keine Segelflugzeuge aus dem Hangar holt. Das es ging, zeigten einige, denn sie waren länger unterwegs und sind bis Marburg und zurückgekommen.

Vor dem Briefing machten einige ihren Covid Test, die keinen Test vom Testzentrum hatten. Stephan erläuterte zum Briefing das Wetter und checkte die Einteilungen und Ablösungen für den Segelflugtag.

Hinter unseren Hallentoren, schlummerten unsere Segelflugzeuge. Wir öffneten die Tore und zogen sie mit unseren Lepos einmal über das ganze Gelände, Richtung Süd/West, das genau auf der anderen Seite ist.

Thomas hatte den Tower schon positioniert und wir begannen mit dem Flugzeugcheck. Der erste Start war ein Start mit Ausbilder und Auszubildenden.

Sascha saß im Flugzeug und spürte die pedalen des Seitenruders unter seinen Füßen. Die Ruder sind leicht und freigängig, sagte er vor sich hin. Ich bin sicher und fest angeschnallt, die Funktion meines Fallschirmes ist mir bekannt, Bremsklappen fahren gleichmäßig aus und sind verriegelt, Trimmung ist neutral, Fahrt- und Höhenmesser sind auf null, Funk und Frequenz sind richtig eingestellt Startstrecke und Luftraum sind frei, der Wind kommt von vorn. Unser Fluglehrer Stefan, an diesem Wochenende waren es Stefan und Stephan, war zufrieden, er saß hinter seinem Flugschüler und Sascha sagte fertig zum Einklinken.

Jonathan hockte im Gras, neben dem Flugzeug und steckte den Metallring in die Kupplung. Vor Sascha liegt ein weiter Blick. Die Grashalme wiegen auf und ab von dem Wind und Jürgen Hochhuth sagte am Telefon zum Windenfahrer, Seil straff, Sascha verspürte einen leichten Ruck und in wenigen Sekunden ging es von Null auf 110 km/h. Die beiden wurden in den Sitz gedrückt und in den Himmel gezogen. Sascha klingt aus und gleitet mit Stefan durch die Luft. Unter ihnen fährt ein Zug, auf einer Wiese ist ein Bauer mit dem Traktor und mäht, klein sehen die Autos aus, auf den Straßen und Pferde und Kühe grasen auf den Weiden.

Andreas hatte sich die ASW 28 fertiggemacht. Er schaute zum Himmel und dachte, wo könnte Aufwind sein? Andreas dachte der Hang wird bei dem Wind sicherlich tragen und später kommt vielleicht auch noch Thermik.

Die Flugschüler, die Ende letzten Jahres ihre A geflogen hatten, konnten an diesem Wochenende nach Überprüfungen wieder allein wieder fliegen. Für die neuen Flugschüler waren etwas kürzere Flüge und das Starten und Landen zum Eingewöhnen und zum Üben perfekt. Sie haben auch und wenn es nur kurz war, die Welt von oben gesehen und dabei ihren Alltag vergessen.

Auch wenn wir den Tag überwiegend mit Masken über der Nase verbrachten und mit Schals gegen den kalten Wind trotzten. Aber bei den kurzen Sonnenabschnitten, wenn die Sonne warm zwischen den Wolken durchbrach, dann streckten wir den Hals zum Himmel und sagten, das Leben ist schön.