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Fliegen & Fliegen lernen

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Den 3. Platz der Bad Breisiger Segelflugwoche für Uwe

Uwe hatte viel Gepäck im Auto, als er vor dem Himmelfahrt Feiertag zum Dörnberg fuhr. Er hatte sich gut gerüstet für den Wettbewerb auf der Bad Breisiger Segelflugwoche im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Zur Unterstützung, des Wettbewerbes, eventuell auch als Rückholer, für die Tage von Christi Himmelfahrt bis Pfingstsonntag, kam Kevin als Mannschaftsmitglied mit.

Uwe holte sich die ASW 28, unsere E1, vom Dörnberg und machte sich mit Kevin auf den Weg.

Rund 30 Piloten diverser Klassen, aus ganz Deutschland, nahmen an dem Vergleichsfliegen der Bad Breisiger Segelflugwoche, teil. 

Die Segelflugzeuge werden in Abhängigkeit ihrer Spannweite, ihres Leistungsvermögens sowie ihrer Eigenschaft als Einsitzer oder Doppelsitzer  in  Klassen eingeteilt. Innerhalb jeder Klasse werden die noch verbleibenden Leistungsunterschiede durch Handicapfaktoren ausgeglichen. So entscheidet am Ende das Können der Piloten über Sieg und Punkte.

Das Wetter hätte wirklich besser mitspielen können. Von elf Wettbewerbstagen, gab es nur fünf Wertungstage. Sechs Tage wurde wegen schlechtem Wetter neutralisiert. Kevin wollte sich arbeitslos melden und Uwe bedauerte jeden Tag, den er nicht fliegen konnte.

War das Wetter für den Tag nicht eindeutig, wurde am Morgen keine Aufgabe ausgeschrieben. Man wartete ab wie sich der Himmel entwickelte. Die Wettbewerbsleitung und die Teilnehmer trafen sich zum zweiten Mal am Mittag zum Feldbriefing. Meistens wurde es in den Mittagsstunden besser und die Aufgaben konnten vergeben werden.

An den fünf Wertungstagen ist Uwe in der E1 gut geflogen. Am letzten Wertungstag hatte er sogar den ersten Platz erreicht.

In der Gesamtwertung, der Clubklasse, erreicht Uwe den dritten Platz von 12 Plätzen. Mit dieser guten Wertung konnten Uwe und Kevin die Abschlussfeier richtig genießen, mit der Ehrung, dem Pokal und dem leckeren Wildschweinessen.

Eine Vorhersage für gute Thermik und das Segelfliegerglück

 

Unser Tagungsraum war am letzten Samstag wie immer gut, mit vielen Piloten gefüllt. Während die Morgensonne durch die Fenster schien, verteilten sich die Mitglieder an den Tischen, sie nutzten die Zeit vor dem Briefing, um miteinander zu reden oder schauten auf ihren Laptop und überlegten welche Route wohl an diesem Tag die bessere war.

Stefan betrat den Raum, wünschte allen einen guten Morgen und begann das Briefing. Thermikbeginn war um 8:30 UTC und er machte uns noch mal darauf aufmerksam, dass im Tagesverlauf der Wind auffrischen wird. Er fragte nach ob jemand größere Ambitionen hatte und wer welches Flugzeug haben möchte. Stephan, unser Ausbildungsleiter meldete sich und sagte, dass er mit dem Duo Discus xLT und der Flugschülerin den Überlandflug machen wollte.

Der Wind kam aus 220° mit etwa 15 kt und Stefan entschied die Startstelle Süd/West.

Wir gingen raus, öffneten die Tore, zogen die Hänger raus, den Tower, die Winde und holten die aufgerüsteten Flieger aus dem Hangar. Wir setzten uns in die Leppos und zogen alles zur Startstelle.

In den Morgenstunden hatten wir noch mittelhohe Bewölkung, darüber noch CI-Felder. Es begannen die ersten Schulstarts und wir schauten zum Himmel und warteten darauf, dass es mehr aufriss.

So gegen 11:00 wurde das Wetter immer besser, die Sonne kam mehr zum Vorschein und wir rollten alle Flieger an den Start.

Wolfgang war der erste, der den Platz in seiner ASW 27 verließ. Er kam bis Steinberg Wessel und schaffte 275,72 km. Die meisten Piloten planten an diesem Tag ihre Route Richtung Niedersachsen.

Der Tag gestaltete sich wesentlich schwieriger, als gedacht. Die Aufwindfelder gaben uns nicht immer eine gute Ausgangshöhe für den Weiterflug. Wir mussten immer wieder einkreisen und neue Thermikbereiche suchen. Dazu kam noch der kräftige Wind, der uns in den Aufwindfeldern wieder versetzte. Stephan Johannes und die Flugschülerin schafften an diesem Tag von den geplanten 300 km 193,92 km. Die Route war bis Schäferstuhl geplant, über Porta Westfalica und zurück zum Dörnberg. Sie kamen bis Höhe Bockenem und drehten ab und flogen nach Hause.

Glück und einen schönen Flug hatte Aaron. Er schaffte an diesem Tag seinen 50 km Flug nach Eichsfeld und wurde vom Felix wieder abgeholt.

Die Sonne stand inzwischen tief und wir zogen die Hänger und die Flieger wieder zurück. Einige nutzten anschließend die letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne, saßen vor der Remise und diskutierten über ihre Flugerlebnisse. Heike und Thomas hatten den Grill an und das Fleisch brutzelte schon. Es roch so lecker. Wir genossen unsere schönen Abendstunden mit einem kühlen Bier und gutem Essen.

Unser Flugbarometer steigt und steigt ...

Der Osterlehrgang ging am letzten Wochenende zu Ende. Einige Flugschüler fuhren am Samstag oder am Sonntag nach Hause. Wir waren im Osterlehrgang eine große Gruppe Flugschüler und Florian, Tobias, Michael und Wolfgang hatten viel zu tun.

An einigen Tagen, während des Lehrganges, zerriss der Wind uns die Thermik oder der Himmel versprach uns mehr als wir unter ihm fanden. Es gab aber auch Tage wo einige lange oben blieben. Wo sie in sehr guter Höhe von über 1000m fliegen konnten.

Am Ostermontag löste Tobias Florian als Fluglehrer ab und übernahm ab diesem Tag die Flugschüler und damit den Lehrgang. Tobias zählte die Teilnehmer, es waren viele dabei und eine Lehrgangswoche lag vor ihm.  Wolfgang war an dem Osterwochenende mit dabei und schulte mit.

Anfangs  hatten wir Platzrundenwetter. Der Wind blies kräftig und die Schwerwinde machten die Windenschlepps nicht einfach. Wir starteten auf Süd/West. Es war auch an diesem Tag recht frisch, ähnlich wie an den anderen Tagen. Abwechselnd setzten sich Tobias und Wolfgang in die ASK 21 und schulten junge Flugschüler oder überprüften sie. Samuel, Fabian und Andreas konnten nach ihrer Überprüfung wieder allein fliegen. Marius, hatte sich ja schon frei geflogen und brauchte auch noch eine Überprüfung mit Wolfgang. Sie starteten und gewannen etwas Höhe über dem Platz. Parallel startete auch Horst und gewann ebenso etwas Thermik. Die Piloten hatten Glück. Sie erreichten über Fuldatal eine Welle und flogen in 1700m. Wolfgang blieb mit Marius anderthalb Stunden in der Luft. Horst flog insgesamt über drei Stunden.

Für Marius war es ein tolles Erlebnis und ein langer Überprüfungsflug und er fliegt jetzt wieder allein.

Zum Saisonauftakt hatten wir 383 Starts und davon sind 235 Schulungsflüge dabei. Tag für Tag gaben wir unser Bestes. Alle Piloten und Flugschüler waren in den ersten beiden Wochen hoch motiviert, wir hatten sehr viel Spaß, haben viel gelacht, sind viel gelaufen und natürlich auch viel geflogen.

Vielen Dank an alle, die den Lehrgang, ob auf der Winde, im Tower und auch so den Flugbetrieb unterstützten, dass es Tage gab und wir mit allen über 100 Starts schafften. Es war eine klasse Zeit und gerade fängt unsere Saison erst an. Wir können uns alle auf eine schöne und gemeinsame Flugsaison freuen.